Zielgerichtete Planung und Weiterentwicklung der IT-Landschaft
Vom 08. bis 10. Februar 2010 trafen sich über 30 Experten, Unternehmensarchitekten und IT- Strategen in Frankfurt auf dem Kongress "Unternehmensarchitektur." Schnell zeigte sich, dass die Disziplin der "Unternehmensarchitektur" - als enge Verbindung von Modellen und Vorgehensweisen von der Unternehmensstrategie bis hinein in die IT-Systeme - mittlerweile in zahlreichen Branchen und Unternehmen zur strategischen Planung und zum Business-Development gehört. Einigkeit herrschte, dass eine durchgängige Planung und Ableitung durch die verschiedenen Bereiche Strategie, Prozesse, Ablauforganisation und IT erreicht werden kann und muss. Der Mehrwert für Unternehmen besteht darin, dass endlich folgende Fragen beantwortet werden können: Welche Geschäftsprozesse unterstützen meine Unternehmensstrategie wie gut und welche IT-Systeme und -Investitionen werden hierzu benötigt?
Bereits der Seminartag am 08 Februar diskutierten ca. 15 Teilnehmer und Referenten Erfolgsfaktoren für ein gelungenes Management von Unternehmensarchitekturen. Den Auftakt machte Holger Wolff, Geschäftsführer von MaibornWolff et.al.. Er zeigte ein 10 Punkte-Programm zum Enterprise-Architecture-Management und stellte die Verknüpfung zu serviceorientierten Architekturen her. Weiteres Highlight am Vormittag war sicherlich auch der Erfahrungsbericht von Dr. Bernhard Thomas, Continental AG, der viele Hinweise auf ein gutes Management der IT-Architektur gab. Besonders spannend war es nach der Mittagspause, als Oliver F. Nandico und Johannes Willkomm von der Capgemini sd&m AG ihren Vortrag hielten. Sie zeigten Modelle für den Aufbau standardisierter serviceorientierter Anwendungslandschaften, für SOPS und für eine Roadmap für den Weg zur Soll-Architektur. Besonders hervorzuheben war die enge Verknüpfung zwischen Geschäftstreibern, Ressourcen und der eigentlichen (IT-) Architektur.
Das war auch der Tenor der meisten Vorträge auf dem Kongress am 09. Februar 2010 Viele der Vertreter aus Anwenderunternehmen konnten bereits über gute Erfolge durch "Architekturarbeit" im Unternehmen und auch konkrete Kosteneinsparungen und Effizienzgewinnen berichten. Laut dem Vorsitzenden Prof. Dr. Robert Winter von der Universität St. Gallen lässt die aktuelle Befragung unter Anwenderunternehmen auf eine langsame Umsetzung des Bedarfs nach Wissen über die Unternehmensarchitektur in konkrete Projekte und Programme schließen. Die Ansätze und Schwerpunkte in den einzelnen Unternehmen sind zwar heterogen, aber es zeichnen sich mehrere Modelle ab und mittlerweile lassen sich sogar branchenspezifische Ausprägungen für Definitionen von "Unternehmensarchitektur" erkennen. Insgesamt waren es die sehr beeindruckenden Praxisberichte, die dieser Veranstaltung den besonderen Reiz gaben. So wurde zum Beispiel bei den Berichten unterschiedlicher Unternehmen wie der Bundesagentur für Arbeit und der Deutschen Bank deutlich, dass sich viele Probleme in der Unternehmensarchitektur ähneln, wenn man versucht die Architekturen solch großer Organisationen vom "Wildwuchs" zu lösen und auf eine zukunftssichere Gesamtstrategie zu verpflichten. Die gute Laune der Referenten sprang auf die Zuhörer über und so gab es bei dem einen oder anderen Vortrag auch etwas zu lachen.
Es gab also reichlich Diskussionsstoff also für die Vortragenden und die Teilnehmer. Bereits während der einzelnen Beiträge wurde vieles diskutiert und angesprochen, was im Rahmen der Pausen und Abendveranstaltung im Frankfurter Traditionshaus Sachsenhäuser Warte vertieft werden konnte. Bei deftigen Frankfurter Speisen und Apfelwein fand noch bis spät in den Abend ein intensiver Austausch statt.
Die am 10. Februar 2010 anschließenden Workshops von Herrn Prof. Dr. Winter zeigten dann klar auf, dass die Unternehmen noch wichtige Hausaufgaben zu erledigen haben. Es wurden in 3 Sessions aktuelle Forschungsergebnisse mit den Erfahrungen der Teilnehmer verknüpft. Dabei wurden die Bereiche Organisation/Strukturen/Governance, Kunden- und Bedarfsorientierung sowie die Rolle der Unternehmensarchitektur als Enabler und Innovator beleuchtet. Als Fazit kann festgehalten werden, dass kein zukunftsorientiertes Großunternehmen künftig ohne gezielte Steuerung und Planung seiner Unternehmensarchitektur auskommen wird.
Quelle: Pressemeldung Neue DEUTSCHE KONGRESS GmbH
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