Sennheiser Live Mixing Workshop in Shanghai
Und die bescherte den Teilnehmern - angehenden und praktizierenden Toningenieuren, Musikern und Interessierten - wertvolle Praxistipps, eine echte Rockband und die Erfahrung, dass guter Sound harte Arbeit ist.
Nach dem Erfolg des Sennheiser Live Mixing Workshops in Spanien, Russland, der Türkei und Indien machte der deutsche Audiospezialist Sennheiser für ganze fünf Tage, vom 24. bis zum 28. Januar, Station in Shanghai. Mit an Bord waren Grammy-Gewinner und Tonmeister Gregor Zielinsky, Frequenzmanagerin und Veranstaltungstechnikerin Svenja Dunkel, Drahtlosexperte Klaus Willemsen, Front-of-House-Engineer Oliver Voges und Monitor-Engineer Wayne "Heights" Gittens.
Abgehalten wurden die Workshops in zwei bekannten Musikvenues in Shanghai, dem Mao-Livehouse und dem jazzigen Melting Pot. Dort wurden Teilnehmer in Kleingruppen aufgeteilt. Und das bedeutete für die angehenden Toningenieure und Technik-Interessierten vor allem eines: Eine direkte Betreuung, bei der sie in Ruhe Dinge ausprobieren und die Tutoren mit Fragen bombardieren konnten. Einzige Voraussetzung für die Teilnahme am Sennheiser Live Mixing Workshop waren Grundkenntnisse in Veranstaltungstechnik und Tonmischung.
Die rund 100 Teilnehmer bekamen nicht nur solide theoretische Grundlagen in Funktechnik und Abmischung vermittelt, sondern konnten auch praktisch miterleben, wie das Beschallungssystem und die Mischplätze für ein Live-Event aufgebaut werden, was am Mischpult für den Hallensound und den Monitormix zu tun ist und was der Job des Frequenzmanagers beinhaltet. Frequenzmanagerin Svenja Dunkel: "Für viele war es faszinierend zu sehen, wie die Aufgaben aufeinander aufbauen und die Gewerke ineinander greifen. Ist eine Aufgabe nicht gut erfüllt, ist zum Beispiel das Beschallungssystem nicht optimal aufgebaut, leiden alle Beteiligten und somit der Sound darunter. Da sind Teamwork und Kommunikation gefragt." Die Themenvielfalt und das Know-how der Tutoren schufen eine entspannte Lernatmosphäre.
Am vierten und fünften Tag des Workshops brachte die lokale Rockband The Honeys Live-Flair auf die Bühne. Geduldig ließen die einzelnen Bandmitglieder diverse Mikrofonierungsübungen und Soundchecks über sich ergehen - bis am Nachmittag des letzten Seminartags der perfekte Sound stand. Zeit für ein veritables Rockkonzert, das für restlos begeisterte Seminarteilnehmer sorgte!
"Uns ist es wichtig, dass unsere Workshops nicht nur die Theorie vermitteln. Hier steht am Ende eine Band auf der Bühne, wir haben also eine realistische Live-Situation", erklärte Tonmeister Gregor Zielinsky und unterstrich damit vor allem den Praxisbezug des Workshops.
"Die Reaktionen der Teilnehmer sind toll, es wird sehr viel gefragt", pflichtet Toningenieur Oliver Voges bei. "Wir stellen immer klar, dass es uns nicht ums Dozieren geht, sondern darum, unsere Erfahrungen zu teilen. Wir sind keine Lehrmeister, sondern Toningenieure - und mit den Teilnehmern auf Augenhöhe. Der einzige Unterschied zwischen unserem Workshop und dem Bühnenalltag ist, dass wir bei einer echten Live-Situation vor Publikum nie so viel Zeit für den Aufbau und den Soundcheck hätten. Deshalb kann man hier ohne den Alltagsdruck viel lernen. Wir können in Ruhe alles demonstrieren und auf Fragen eingehen."
"Wir haben uns sehr auf die Zusammenarbeit mit Marc Vincent [Geschäftsführer von Sennheiser Beijing] gefreut. Als wir vor zwei Jahren zum ersten Mal in Shanghai waren, haben wir spontan beschlossen, dass wir den Workshop wieder hier abhalten wollen. Und zwar in einer Umgebung, in der tatsächlich auch Konzerte stattfinden. Wir haben ein Bild dieses Clubs gesehen und wussten: Das ist es. Die Location ist perfekt, denn sie spiegelt sehr gut die Größe eines normalen Club-Gigs wider. Ich bin sehr zufrieden."
Genauso zufrieden waren auch die Teilnehmer: "Ich war für drei Tage dabei. Für mich war der letzte Tag am spannendsten, weil das der Praxisteil war", erklärte Steve Elson, ein Musiker aus Neuseeland, der in Shanghai ein eigenes Studio betreibt. "Das Publikum konnte mit Hilfe der fast unsichtbaren In-Ear-Monitorsysteme verfolgen, was die Tutoren hier an den Tagen zuvor erklärt hatten. Man konnte selbst auf die Bühne gehen und den Unterschied zwischen den Monitorboxen, den In-Ear-Systemen und dem PA-Sound miterleben. Auch wenn es an diesem Tag ein bisschen technischer wurde - ich habe einiges über Antennensysteme gelernt und auch sonst viele neue Informationen bekommen. Das war klasse."
Auch die Mitglieder der chinesischen Popgruppe MP4 waren begeistert: "Wir waren von Anfang an dabei und haben alle fünf Tage mitgemacht. Uns hat es von Anfang bis Ende gefallen. Wir haben viel über das Monitoring gelernt, was sehr nützlich für uns ist, da wir selbst auf der Bühne stehen und einen Toningenieur in der Band haben."
Das engagierte Tutorenteam beantwortete bis zur letzten Minute die Fragen der Teilnehmer. Svenja Dunkel, die sich für Sennheiser um alle Vorbereitungen und den Aufbau des Equipments kümmert, bezeichnet sich selbst als den "Schatten des Monitormanns", denn ein Großteil ihrer Arbeit besteht darin, praktisch unsichtbar zu sein: "Ich arbeite meist im Hintergrund, denn ich kümmere mich um all die drahtgebundenen und drahtlosen Mikrofone, dazu gehören die 150 In-Ear-Empfänger, die wir den Teilnehmern am letzten Tag zur Verfügung gestellt haben. Mit den Teilnehmern sind wir alles durchgegangen, was ich auch bei einer echten Live-Show machen würde. Ich habe alle Handgriffe und Abläufe gezeigt, denn es war uns wichtig, nicht nur darüber zu sprechen,
sondern alles auch vorzuführen. Dieser Job ist nicht so bekannt wie die Arbeit am Front-of-House- oder am Monitorplatz, aber unsere Workshopteilnehmer waren sehr interessiert, auch diese Sichtweise kennen zu lernen. Alle waren begeistert und offen."
Weitere Workshops sind in der Planung und können über die Sennheiser Sound Academy gebucht werden.
Quelle: Pressemeldung Sennheiser electronic GmbH & Co. KG
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