Noah und der Regenbogen: Der Bund Gottes schenkt Hoffnung und Rückgrat

12.05.2010 | Düsseldorf
Zu Beginn des 2. Ökumenischen Kirchentages in München hat die Vizepräses der Evangelischen Kirche im Rheinland die Christinnen und Christen ermutigt, der Zusage Gottes, dass er die Menschen durch die Zeit begleitet, zu trauen und daraus Kraft für das Leben zu schöpfen.

"Unsere Hoffnung, unsere Kraft und unsere Visionen gründen in einer Verheißung wie dieser", sagte Petra Bosse-Huber (51) am Donnerstagmorgen (13. Mai 2010, vgl. Sperrfrist!) in ihrer Bibelarbeit im Bezug auf die biblische Geschichte von der Arche und der Rettung Noahs: "Wir sind Gottes Menschen, so wie wir sind, und wir bleiben es, egal, was geschieht. Gott bindet sich an uns und diese Erde und eröffnet uns neues Leben. Gott gibt uns unseren Platz in dieser Welt. Wie wir ihn ausfüllen, welche Wege wir gehen und was wir tun zum Guten für Gottes Schöpfung oder zum Bösen, das liegt bei uns."

Die biblische Geschichte, die vom Bund Gottes mit Noah erzählt, sei eine "Rückgrat-Geschichte", betonte die Wuppertaler Theologin vor den Zuhörerinnen und Zuhörern in der Aula des Edith-Stein-Gymnasiums: "Sie gehört zu den Texten, die uns gerade halten können und den aufrechten Gang ermöglichen. Die Rückgrat-Texte stärken uns, ohne uns starr zu machen. Sie richten uns auf Gott aus, so wie das Rückgrat die Verbindung herstellt zwischen den Beinen und dem Kopf, zwischen Erde und Himmel. Und sie setzen uns auf der richtigen Bahn in Bewegung."

Mit so einem Text könnten die Menschen den Kopf über Wasser halten, wenn die Wellen hoch steigen, unterstrich die rheinische Vizepräses: "Wir können dem Unwetter und den Fluten begegnen, nicht ohne Furcht vielleicht, nicht ohne Zaudern, sondern ganz realistisch. Wenn die Flut kommt, dann können wir unsere Aufgabe erfüllen wie Noah und können uns ums Überleben kümmern. Wenn die Flut vorbei ist, können wir die Arche verlassen - was immer uns als Arche gedient haben mag - und wir können unser zweites oder drittes oder viertes Leben beginnen lassen, mit Dank und mit Ehrfurcht. Wir können uns von Gott ansprechen lassen. Er nimmt uns hinein in seinen Bund. Er zeigt uns immer wieder neu den Regenbogen als Zeichen seiner Treue und seiner Verbindung mit uns."

Quelle: Pressemeldung Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR)

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