Hintergrundinformation für "Robotic Visions to 2020 and beyond"
Anhand unterschiedlicher Anwendungsszenarien haben die Akteure zukünftige Entwicklungen der Gesellschaft und der Märkte und die hieraus entstehenden Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken analysiert. Hier war auch wichtig, dass durch neue Technologien nicht nur existierende Produkte weiterentwickelt, sondern auch ganz neue geschaffen werden können. Das Ergebnis, die Forschungsagenda "Robotic Visions to 2020 and beyond - The Strategic Research Agenda for robotics in Europe, 07/2009" wird am 7. Juli 2009 von der EUROP, der europäischen Technologieplattform für Robotik, vorgestellt.
Robotik betrifft uns alle
Im kommenden Jahrzehnt werden Roboter und Geräte mit robotischer Funktionalität allgegenwärtig sein, so die Experten von EUROP. Sie werden sowohl physisch als auch auf Basis von Informationsaustausch und -verarbeitung ganz selbstverständlich mit dem Menschen interagieren, und zwar in allen Bereichen des Lebens.. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Robotik zu einem Schlüsselelement wird, wenn es darum geht, die anstehenden gesellschaftlichen Herausforderungen zu bewältigen, wie zum Beispiel die alternde Gesellschaft, die Schaffung und Erhaltung von chancengleicher, hochqualifizierter Arbeit, die Abwehr von externen und internen Sicherheitsbedrohungen und die Verringerung von wirtschaftlichen Unterschieden, die sich durch die EU-Erweiterungen ergeben.
Produktvisionen - Kollege Roboter
Die in der Forschungsagenda anvisierten Technologien werden Industrie-Roboter dazu befähigen, enger mit dem Menschen zusammenarbeiten. In der Fertigung können sie zum Beispiel den Werker am manuellen Arbeitsplatz bei Montagetätigkeiten unterstützen. Voraussetzung dafür sind einfache Installation, Programmierung und Bedienung. Robotertechnologien werden so für die variantenreiche Kleinserienfertigung rentabel und können von Unternehmen eingesetzt werden, die heute typischerweise noch den Aufwand der Einführung von Robotertechnologien scheuen. Insgesamt werden Roboter flexibler einsetzbar und die Fabrik der Zukunft wandlungsfähig, so dass verschiedenste auf den Endanwender zugeschnittene Produkte kostengünstig und qualitativ hochwertig hergestellt werden können - so wie wir es heute schon von der Großserienfertigung gewohnt sind.
Produktvisionen - Roboter als persönlicher Assistent
Im häuslichen Bereich werden Service-Roboter als persönliche Assistenten verstärkt zum Einsatz kommen, so eine Produktvision aus der strategischen Forschungsagenda von EUROP. Sie übernehmen physiotherapeutische Behandlungen und unterstützen bei der Pflege von alten oder behinderten Menschen. Ihr Vorteil: Sie sind ganztägig vor Ort und bewältigen viele Aufgaben und Hindernisse vollkommen selbständig. So erinnern sie den zu betreuenden Menschen an die Einnahme von Medikamenten oder spüren einen verlegten Schlüssel auf. Um als vollwertiger Begleiter ernst genommen zu werden, muss die Robotik ein besonderes Augenmerk auf Technologien legen, die Gestik, Mimik und damit verbundene Emotionen aufnehmen, verarbeiten und auch simulieren können.
Selbständig und schlau
Der Roboter der Zukunft lernt denken und gewinnt an Autonomie. Er wird Daten nicht wie bisher nur sammeln, sondern auch verarbeiten, auswerten und interpretieren. Gerade im Bereich der Überwachung und Intervention sehen die EUROP-Mitglieder ein hohes Potenzial für autonome Roboter zu Wasser, zu Lande und in der Luft. Schon während der nächsten Jahre können sich Roboter während ihres Einsatzes auch auf unerwartete Änderungen einstellen und Aktivitäten außerhalb eines normalen Ablaufes identifizieren. Mit kognitiven Fähigkeiten und einem kontrollierten Maß Selbständigkeit bewerten sie Situationen, treffen Entscheidungen und informieren gleichzeitig den Menschen - vor, während und nach dem Einsatz. Im Transportwesen ist dies bereits heute bei führerlosen öffentlichen Transportmitteln zu sehen.
Für Menschen bedeuten autonome Roboter mit kognitiven Fähigkeiten eine Befreiung von mühsamen, teuren und auch bedrohlichen Situationen und Arbeitsbedingungen. Wenn Mensch und Maschine interagieren, muss jedoch eines gesichert sein, so die Experten von EUROP: Der Mensch steht im Mittelpunkt, der Roboter unterstützt.
Zukunftsmarkt Robotik
Derzeit hält die europäische Robotik weltweit einen Marktanteil von ca. 25 Prozent. Den bedeutendsten Teil nehmen Industrieroboter ein. Die wichtigsten Branchen sind entsprechend des jährlichen Robotikberichts "World Robotics 2008" des IFR Statistical Departments Automotive, Chemie, Elektronik, Lebensmittelindustrie sowie Metall und Maschinenbau. Innerhalb Europas sind Deutschland und Italien die größten Märkte. Osteuropäischen Ländern wie Tschechien und Polen wird großes Wachstumspotenzial zugeschrieben.
Bis 2011 prognostiziert der IFR-Bericht ein durchschnittliches weltweites Wachstum für Industrieroboter von ca. 4 Prozent, für Europa liegen die Prognosen sogar darüber. Damit verbunden ist eine Erhöhung der Anzahl von Industrierobotern von knapp unter einer Million Ende 2008 auf ca. 1,2 Millionen in 2011. Für Serviceroboter im professionellen Bereich wird sogar ein Anstieg von ca. 11 Prozent vorhergesagt. Mehr als 54.000 neue Robotereinheiten werden Aufgaben in Bereichen wie Verteidigung, Sicherheit, Facility Management und Medizin übernehmen. Im privaten Sektor wird es mehr als zwölf Millionen neue Einheiten vornehmlich im häuslichen Bereich und der Unterhaltung geben. Insgesamt werden dann 1,2 Millionen Industrieroboter und 17 Millionen Serviceroboter die Welt bevölkern.
Quelle: Pressemeldung KUKA Roboter GmbH
Dieser Beitrag wurde bisher 107 mal gelesen.
(Rang 389 auf messeauftritte24.de)
Weitere News
Startschuss für den designmaker 2012: Bereits jetzt mehr als 70 Anmeldungen
09.11.2011 | Die viscom sucht den "Visual Hero"
weiter in Startschuss für den designmaker ...Schott Music mit zahlreichen Events und Neuerscheinungen auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse
26.09.2011 | Schott Music präsentiert sich auch in diesem Jahr gemeinsam mit seinen internationalen Partnerverlagen Boosey...
weiter in Schott Music mit zahlreichen Events ..."Engineering The Solar Age" — 5. Auflage zur EU PVSEC erschienen
05.09.2011 | Erfolgreiche RENI-Publikation mit deutscher/chinesischer Zusammenfassung
weiter in "Engineering The Solar Age" — 5. ...Leitz mit Sequoia Award ausgezeichnet
01.08.2011 | Das von Leitz entwickelte RipTec-Fräsverfahren wurde im Juli in Las Vegas mit dem Sequoia New Product Award...
weiter in Leitz mit Sequoia Award ...Epson stellt günstige Produktionsmedien für CAD und PoS vor
24.05.2011 | Epson bringt mit den "Production Media for Inkjet" eine neue Reihe Produktionsmedien auf den Markt, die...
weiter in Epson stellt günstige ...Aktuelles
BITKOM vergibt Innovationspreis Embedded Systems 2011
Auszeichnungen für Notrufsysteme für ältere Menschen,...
weiter ...Telekom baut Browsergames- Angebot aus: Kooperation mit Start- up Players Rock Entertainment
Optimierung und Markteinführung neuer Browsergames im Fokus...
weiter ...Neuigkeiten
ENERTRAG zeigt auf Hannover Messe Befeuerungstechnik und Software für Windstrom- Direktvermarktung
ENERTRAG stellt auf der Hannover Messe in Halle 13, Stand...
weiter ...Weitere Themen
Clarion auf der Motorshow 2011
Clarion wird mit einem exklusiven Stand auf der Essener...
weiter ...Archiv
DFG unterstützt Kongresse und Tagungen
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt im Januar...
weiter ...BVMW nicht Veranstalter des Unternehmerkongresses Iranian Business Women Power in Berlin
Zu anderslautenden Pressemeldungen stellt der Bundesverband...
weiter ...Verschiedenes
Startschuss für den designmaker 2012: Bereits jetzt mehr als 70 Anmeldungen
Die viscom sucht den "Visual Hero"
weiter ...Schott Music mit zahlreichen Events und Neuerscheinungen auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse
Schott Music präsentiert sich auch in diesem Jahr gemeinsam...
weiter ...
