Beton präsentiert auf der DEUBAU 2010 Lösungen für den Hochbau

13.01.2010 | Berlin
Die westdeutsche Zement- und Betonindustrie zeigt auf der Baufachmesse in Essen bewährte Lösungen und Innovationen für den Wohnungsbau.

Auf dem 150 Quadratmeter großen Stand in Halle 11 präsentiert die westdeutsche Zement- und Betonindustrie verschiedene Themenbereiche, welche die Leistungsfähigkeit des Baustoffes Beton im Hochbau verdeutlichen. Darüber hinaus können die Besucher auf dem Stand ein echtes, schwimmfähiges Kanu aus Beton bewundern.

Ästhetisch hochwertiger Beton

Sichtbeton lässt sich heute in vielfältiger Form herstellen: von glatt geschalt, gesäuert, gewaschen bis hin zum Fotobeton sind zahlreiche Oberflächenbeschaffenheiten möglich, die darüber hinaus in verschiedenen Farbvariationen angeboten werden. Neben der Ausführung in Ortbetonbauweise bietet auch die Herstellung als Betonfertigteil verschiedene Vorteile. Im Innenbereich erfreut sich die Verwendung von Beton einer wachsenden Beliebtheit. Möbel und Arbeitsflächen oder gar Waschbecken aus Beton mit spiegelglatten Oberflächen sind derzeit vor allem im anspruchsvollen Marktsegment im Trend. Darüber hinaus sind gestaltete Zementestriche eine ästhetisch hochwertige Alternative zu herkömmlichen Bodenbelägen.

Weiße Wannen - auch nachträglich eingebaut

Ein Keller aus wasserundurchlässigem Beton (Weiße Wanne) ist derzeit die Standardbauweise, wenn es darum geht, die wertvolle Immobilie vor Wasserschäden zu schützen. Ausgeführt wird die Weiße Wanne entweder als

so genannte Elementwand aus vorgefertigten Betonbauteilen oder in Ortbetonbauweise. Während bei der Elementwand (auch "Dreifachwand" genannt) Schnelligkeit im Bauprozess und Passgenauigkeit des Systems im Vordergrund stehen, spielt bei der Ortbetonlösung die beliebige Formbarkeit eine wesentliche Rolle. Mittlerweile ist darüber hinaus der Einbau einer nachträglichen Weißen Wanne möglich. Feuchte Keller lassen sich somit grundlegend sanieren und der Wert einer Immobilie nachträglich steigern.

Elementiertes Bauen

Monolithische Betonbauteile stellen insbesondere im Vergleich zum herkömmlichen Mauerwerk eine bemerkenswerte Alternative auch bei aufgehenden Wänden dar. Geschoss hohe Wandelemente lassen sich auf der Baustelle über Vergusstaschen in kürzester Zeit miteinander verbinden. Unter Beibehaltung aller bauphysikalischen Vorteile der Massivbauweise lassen sich somit erhebliche Kosten sparen. Darüber hinaus bietet die schlanke Bauweise aufgrund der hohen Tragfähigkeit der Betonbauteile in Kombination mit entsprechenden Wärmeverbundsystemen vergleichsweise geringe Bauteildicken. Vor allem in Ballungsgebieten mit hohen Grundstückspreisen und begrenzter Baufläche bedeutet dies einen Gewinn an zusätzlichem Wohnraum.

Digitale Planungshilfe für den Hochbau

Hinsichtlich einer energieeffizienten Bauweise bietet die Zement- und Betonindustrie mit ihrem Planungsatlas für den Hochbau eine wertvolle Arbeitshilfe für Architekten und Planer. Der digitale Planungsatlas beinhaltet eine Sammlung bauphysikalisch und konstruktiv optimierter Detailausbildungen und Konstruktionsvorschläge für den massiven Wohnungsbau. Somit stellt er eine wichtige Grundlage für die energetische Bewertung von Wohngebäuden im Hinblick auf die Energieeinsparverordnung (EnEV) dar. Die DVD-Version des Planungsatlasses wird auf der DEUBAU erstmals vorgestellt. Darüber hinaus sind die vollständigen Inhalte auch unter www.planungsatlas-hochbau.de verfügbar.

Ein Kanu aus Beton

Im Nachgang zur 12. Deutschen Betonkanu-Regatta, die im vergangenen Jahr in Essen stattfand, wird auf dem Stand von BetonMarketing West das Betonkanu "MACNETICUSS" präsentiert. Das Exponat verdeutlicht die Leistungsfähigkeit der aktuellen Betontechnologie: Die Bootshaut aus textilbewehrtem Beton ist nur 4 mm dick und dabei äußerst robust. Für die Aufnahme der Zugkräfte wurde ein feines Glasfasergewebe eingearbeitet. Die einzelnen Bootselemente werden durch Magnete zusammen gehalten und lassen sich für den Transport von einander trennen. Für die kräftige Farbgebung der glatten Oberfläche sorgen die in den Beton hinzu gegebenen Pigmente. Das Boot, welches von Studenten des Fachbereichs für Bauingenieurwesen der FH Aachen unter der Leitung von Prof. Dr. Hans Paschmann, gebaut wurde, gewann bei der vorletzten Betonkanu-Regatta im Jahr 2007 den ersten Platz in der Kategorie "Konstruktion".

Quelle: Pressemeldung BetonMarketing Deutschland GmbH

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